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Stress vermeiden: Unsere Art zu denken ist entscheidend

Wer aus Vorsicht dazu neigt, pessimistisch zu denken, legt damit eine Grundlage für das Gefühl von Überforderung. Stress lässt sich mit einigen Tipps vermeiden, ohne dass man dabei seine Pflichten vernachlässigt.

Häufig hören wir von unseren Mitmenschen, dass wir uns keinen Stress machen sollten. Das ist oft leichter gesagt als getan. Die Anforderungen des Alltags reißen nicht ab; Beruf, Familie und in manchen Fällen selbst die Freizeitgestaltung lassen viele Menschen nicht zur Ruhe kommen. Experten meinen, dass häufig nicht die Fülle der Aufgaben der Auslöser für Stress ist, sondern die eigene Einstellung, wie man an deren Lösung herangeht. Wenn man alles so gut wie möglich erledigen möchte und sich keine Fehler zugesteht, erhöht man seinen persönlichen Stressfaktor. Stress nachhaltig zu vermeiden, heißt also zunächst einmal, sich darüber klar zu werden, wo seine Auslöser liegen.

Empfohlen wird die Erstellung eines Tagesplans, bei dem man berücksichtigen sollte, dass erfahrungsgemäß nur 60 Prozent der Tageszeit fest eingeplant werden können. Selbst wenn das Arbeitsaufkommen besonders groß ist, sollte man Pausen einlegen und diese sinnvoll nutzen, zum Beispiel für einen Spaziergang, für sportliche Aktivitäten oder etwas Entspannung. Stress vermeiden lässt sich auch, indem man störende Nebengeräusche ausschaltet: Radio nicht bei der Arbeit laufen lassen, Handytöne leiser stellen, die brummende Kaffeemaschine oder andere Geräte abstellen und bei der Arbeit am PC die akustische E-Mail-Benachrichtigung deaktivieren. Auch Essen bei der Arbeit ist nicht ratsam, für eine Mahlzeit sollte man eine der Pausen nutzen. Hilfreich ist es auch, seine Aufgaben nach Dringlichkeit anzugehen und nichts Wichtiges aufzuschieben.

Manchmal löst Stress Kopfschmerzen, Magendrücken, Schweißausbrüche oder das Zittern der Hände aus. Diese Beschwerden sind ein deutliches Zeichen der Überforderung und des Drucks, der einem zu schaffen macht. Ablenkung kann helfen, wenn man sich beispielsweise eine Unterbrechung gönnt und an etwas Schönes denkt, vielleicht an einen besonderen Urlaubstag oder ein beglückendes Erlebnis. Auch Lachen aus vollem Herzen ist ein bewährtes Mittel, um Stress zu verringern. Empfohlen wird außerdem Bewegung, wobei dem Tanzen eine besondere Rolle zukommt. Alles was man mit anderen Menschen zusammen tun kann, soll dem Stressabbau förderlich sein. Also sollte man mal wieder einen Abend mit Freunden verbringen, plaudern und Spaß haben. Danach geht man den nächsten Tag mit einem besseren Grundgefühl an und kann sich immer mal wieder einen Moment an Gesichter und vergnügliche Augenblicke erinnern.

Sehr wichtig bei der Stressvermeidung ist es, unsere eigenen Denkfallen aufzudecken. Unaufhörlich sind wir im Gespräch mit uns selbst und wälzen Gedanken. Wie wir denken und an die Lösung unserer Probleme und Aufgaben herangehen, entscheidet über unser Handeln in bestimmten Situationen. Wenn wir unseren inneren Monologen lauschen, werden wir rasch feststellen, ob wir eher positiv oder eher pessimistisch gestimmt sind. Negative Selbstgespräche blockieren uns, schwächen das Selbstvertrauen und verstärken das Gefühl von Stress. Wer sich seiner Stärken bewusst wird und an seinen Erfolg glaubt, kann Stress aus dem Weg gehen und wird zudem feststellen, dass die Erledigung vieler Aufgaben auf einmal viel mehr Freude als bisher macht.

17.08.2010