Verursachen verstopfte Venen auch Krampfadern?
Krampfadern werden oft auf Verstopfung der Venen zurückgeführt. So direkt ist der Zusammenhang zwar nicht; dennoch hilft es gegen die unschönen Krampfadern, die Blutgefäße gesund zu halten.
Es gibt viele Faktoren, die zu Krampfadern führen können. Eine, wenn auch seltene, ist eine verstopfte Hauptvene im Bein. Weitaus öfter sind jedoch stehende Tätigkeiten und ungesunde Ernährung für sie verantwortlich. Und nicht zuletzt beeinflusst die genetische Veranlagung die Wahrscheinlichkeit der Herausbildung von Krampfadern.
In seltenen Fällen sind Krampfadern Symptome einer schwerwiegenden Erkrankung. Wenn durch die tiefe Hauptvene im Inneren des Beins wegen eines Tumors oder einer Thrombose kein Blut mehr fließen kann, muss das Blut, das durch die Gravitation und das Pumpen des Herzens ins Bein gekommen ist, durch die oberflächlichen Venen wieder nach oben gepumpt werden. Diese sind jedoch nur auf den Transport eines wesentlich geringeren Anteils des Blutflusses ausgelegt. Ihre Kapazität stößt an ihre Grenzen, sie schwellen an und werden auf der Hautoberfläche sichtbar. Diese gefährliche Erkrankung wird vom Anschwellen der Beine und schweren Schmerzen begleitet und muss ärztlich behandelt werden. Der überwiegende Anteil der Menschen mit Krampfadern verdankt diese jedoch banaleren Ursachen. Bewegungsmangel, kombiniert mit unelastischen Gefäßwänden, behindert das Abfließen des Blutes aus den Beinen und die Venen an der Oberfläche schwellen an. So sind Krampfadern Symptome derselben Volkskrankheit, die auch Herzinfarkte mitverursacht.
Damit das Blut aus den Beinen wieder nach oben fließt, müssen die Muskeln um sie herum tätig werden. Wenn die sich zusammenziehen, wird es in den Venen eng und das Blut fließt ab. Ventilartige Verschlusskappen stellen dabei sicher, dass es in die richtige Richtung fließt. Dieser Mechanismus kann jedoch gestört werden. Wenn die Beine zu wenig bewegt werden, wie es bei stehenden und sitzenden Tätigkeiten der Fall ist, kommt es zu einem Blutstau in den Venen. Besonders im Stehen drückt die Gravitation auf das Blut in den Venen. Diese dehnen sich aus. Geschieht das über längere Zeit, können sich die Gefäßwände ausweiten, bis sie weiter sind, als die Verschlusskappen, die sie zuschließen sollen. Nun kann das Blut im Bein auch abwärtsfließen und staut sich noch eher. Die Elastizität der Venen kann dies verhindern; dies kann man durch eine Ernährung fördern, die wenig gesättigte Fette enthält.
Doch nicht nur schwere Erkrankungen der Venen oder eine ungesunde Lebensführung können zu Krampfadern führen. Selbst gesunde Menschen, die sich regelmäßig bewegen und mediterran ernähren, leiden bisweilen an der unschönen Verformung der Venen. Ein bedeutender Faktor in ihrer Herausbildung kann nämlich nicht beeinflusst werden: die genetische Veranlagung. Wer eine Familiengeschichte von Krampfadern hat, neigt auch selbst stärker dazu, diese zu bekommen. Das ist allerdings kein Grund zu resignieren, sondern sollte allenfalls zu mehr Vorsicht ermahnen. Denn Veranlagung hin oder her, gesundes, abwechslungsreiches Essen und regelmäßige Bewegung tut uns allen gut.
03.08.2010