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Beruf Modedesign: Studieren, wie man Kleider macht

Wer in der Modebranche arbeiten möchte, muss nicht unbedingt als Model die Laufstege erobern oder als Verkäufer hinter der Kasse stehen, sondern kann Modedesign studieren, um eigene Ideen und Visionen zu realisieren.

Ein Modedesigner trägt die gesamte Verantwortung für seine Kreationen. Er ist an allen Arbeitsschritten, von der Entstehung bis zur Produktion, beteiligt und organisiert die Modeschau, auf der die neue Kollektion präsentiert wird. Modedesigner entwickeln ihre Werke in enger Zusammenarbeit mit Schneidern, Modellmachern und Bekleidungstechnikern.

Wer Modedesign studieren möchte, muss über eine breite Palette an Fähigkeiten verfügen. Der erste Schritt zur neuen Kollektion ist die Idee, die Vision des Designers. Diese wird als Entwurf zu Papier gebracht. Erst dann beginnt die Arbeit mit den ausgewählten Textilien. Um all diese Arbeitsprozesse zu meistern, muss ein angehender Modedesigner Freude an kreativer Arbeit haben, gut zeichnen können, über ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen verfügen und ein Gefühl für Farben, Formen und Strukturen von Textilien aller Art haben. Modedesigner müssen Teamfähigkeit beweisen, da sie in ständiger enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Abteilungen stehen. Ein Modedesigner muss nicht nur Kleidungsstücke herstellen, sondern diese auch auf der Modeschau erfolgreich präsentieren können und Geschick im Umgang mit Presse und Kunden beweisen. Nicht zuletzt muss ein großes Interesse an Mode und ein Gespür für aktuelle oder sich entwickelnde Trends bestehen.

Mittlerweile kann man im deutschsprachigen Raum an vielen verschiedenen Ausbildungsstätten Modedesign studieren und hat die Wahl zwischen Privatschulen, Kunsthochschulen, Kunstakademien, Fachhochschulen und Berufsfachschulen. Die Regelstudienzeit beträgt 8-10 Semester. Das Studium umfasst die Kernbereiche Fertigungstechnik, Gestaltung, Design, Kunstgeschichte, Marketing, Bekleidungstechnologie, Schnittgestaltung und Präsentationstechnik.

Wer Modedesign studieren möchte, muss sich einer harten Aufnahmeprozedur stellen. Um zur Aufnahmeprüfung eingeladen zu werden, ist vorab oft die Abgabe einer Mappe notwendig. Diese enthält Arbeitsproben in Form von Entwürfen, Fotos oder fertigen Kreationen. Auf eine erfolgreiche Mappenabgabe folgt oft ein mündlicher oder schriftlicher Eignungstest, auf den in manchen Fällen noch eine zusätzliche Fachprüfung folgt.

07.06.2010